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20. September 2011

Alles Käse, oder was?

Category: Allgäu - Natur - Wandern – Murmel – 07:33

Aus guter Milch wird Allgäuer Bergkäse – ein Hochgenuss.

 
Das Allgäu mit seinen saftigen, grünen Wiesen und der frischen Luft bietet ideale Voraussetzungen für gesunde & glückliche Kühe, die die berühmte Allgäuer Milch liefern. Neben tollen Milchprodukten wie Joghurt und Quark wird dieses hochwertige Produkt zu Käse verarbeitet, der vielen Käseliebhaber besonders in Form von leckeren Kässpatzen oder einfach als Brotzeit einen kulinarischen Hochgenuss bietet. Doch wie viel Arbeit und Leidenschaft in der Herstellung des Allgäuer „Bergkäs“ steckt, wissen viele nicht.

Die frisch gemolkene Milch wird zunächst gefiltert und auf ca. 15 Grad abgekühlt um dann in einem Kessel für ein paar Stunden zu ruhen. Danach wird die Milch auf ca. 31 Grad erhitzt und ein tierisches Enzym-Gemisch, die sogenannte Lab, hinzugegeben. Nachdem diese Komponenten geronnen sind, wird die entstandene Gallerte mit Hilfe von speziellen Schneidewerkzeugen wie zum Beispiel einer Käseharfe in gleichmäßige Würfel geschnitten. Dadurch tritt Molke aus und es entstehen Bruchkörner (oder wie der Fachmann sagt „Bruch“), die zusammen auf ca. 50 Grad erhitzt werden, damit sie an Festigkeit gewinnen. Anschließend werden Bruch und Molke durch ein großes Tuch voneinander getrennt. Der Bruch landet in einem spezielle Presskasten um die restliche Molke abfließen zu lassen. Die so entstandene Käsemasse wird in runde Käselaibe aufgeteilt und für ca. 2 Tage in einem Salzbad gelagert, damit der typische Käsegeschmack und die Rinde entsteht. Noch weitere 6 Wochen wird der Bergkäse nun bei kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert, gewendet und mit Salzwasser bearbeitet. Je nach Würze & Vollmundigkeit reift der Bergkäse insgesamt 4-15 Monate ehe er verkauft wird und auf den Tellern vieler Käseliebhabern landet.

Um sich vor Ort ein Bild von der aufwendigen Zubereitung machen zu können, bietet zum Beispiel die Schaukäserei „Obere Mühle“ in Bad Hindelang  Führungen durch die hauseigene Biokäserei an. Im Alpenhotel Oberjoch verkauft Familie Beißwenger vom Bergbauernhof Hoiser aus Unterjoch regelmäßig Ihren beliebten Käse aus eigener Herstellung – übrigens das ideale Geschenk für die „Daheimgebliebenen“ - und in unserer Küche darf diese Köstlichkeit natürlich auch nicht fehlen!

Einen guten Appetit wünscht Euer Murmel


6. September 2011

Altweibersommer – Jedem ein Begriff, aber wie kommt der goldene Herbst zu seinem Namen?

Category: Allgäu - Natur - Wandern – Murmel – 08:23

Von in etwa Mitte bis Ende September wiederholt sich jedes Jahr ein wunderschönes Naturschauspiel, das wir alle kennen. Grund dafür ist eine beständige Hochdruckwetterlage über Mitteleuropa  – ich spreche vom Altweibersommer.

Ganz typisch für diese Zeit im Herbst sind die Nebelfelder, die sich immer wieder aufs Neue über Nacht bilden, sich aber im Laufe des Vormittags aufgrund der ausreichend starken Sonneneinstrahlung auflösen. Stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers zeichnen den Altweibersommer aus. Das Wetter erlaubt eine gute Fernsicht und sorgt gleichzeitig für intensivere Färbung der Herbstblätter, sowie auch für das Herunterfallen der Blätter. Dieses schöne Hochdruckwetter kann von mehreren Tagen bis zu Wochen dauern – manchmal sogar bis in den Oktober hinein!

Seit ca. 200 Jahren lässt sich diese Schönwetterperiode in sämtlichen Wetterstatistiken nachweisen, und in Bauernregeln sogar seit mehreren Jahrhunderten.

Aber wisst ihr eigentlich woher die Bezeichnung kommt?

Eigentlich ganz witzig. Der Name kommt von den vielen dünnen Spinnweben, die während dieser Zeit in der Luft schweben, und durch die Lichteinstrahlung sowie den morgendlichen „Tau“ in der Luft oder auch im Gras glitzern, und somit zu sehen sind. Mit „weiben“ wurde im  Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.

Auch in anderen Ländern gibt es diese fünfte Jahreszeit. In Amerika heißt dieses frühherbtliche Schönwetterperiode Indiansummer. In Schweden Brigitta Summer, in der Schweiz Witwensömmerli und in Böhmen Wenzelsommer. Außerdem gibt es zahlreiche Legenden und Sagen, in welchen der Altweibersommer den Mittelpunkt der Erzählung darstellt.

Vom Alpenhotel Oberjoch aus, hast du viele Möglichkeiten, diesen Altweibersommer hautnah mitzuerleben. Zum Beispiel mit der Bad Hindelang PLUS Card GRATIS für unsere Gäste hoch hinaus mit der Iselerbahn –  idealer Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Herbstlandschaft.

Erlebt das Naturschauspiel in den Allgäuer Alpen!

Viel Spaß!

Euer Murmel

30. August 2011

Viehscheid – Alpabtrieb in Bad Hindelang! Habt Ihr das Spektakel schon einmal erlebt?

In meinen Artikel „Der Alpsommer im Allgäu beginnt“ hab ich euch vom Alpauftrieb berichtet. Jetzt ist der Alpsommer schon wieder vorbei und die ganzen Galtrinder, das sind Kühe die noch keine Milch geben, müssen wieder zurück ins Tal. Übrigens gibt es im gesamten Allgäu ca. 30 000 Stück die den Sommer auf der Alpe verbringen.

Der Viehscheid in Bad Hindelang ist einer der größten im gesamten Allgäu und es treffen ca. 1000 Stück Vieh aus fünf Alpen ein.

Nach ca. 100 Tagen auf der Alp ist die Sommerfrische für die Tiere vorbei und das Vieh und die Hirten kehren ins Tal zurück, wo das Vieh dann „geschieden“ wird  d.h. es wird seinen jeweiligen Besitzern zurückgegeben.

Am Vortag werden die Tiere herausgeputzt und sie bekommen die großen Zugschellen angelegt. Das sind große Schellen, die am breiten Lederband noch bunte Fransen haben.

Gab es während des Sommers keinen Unfall auf der Alp wird ein  Tier zur Kranzkuh erkoren.  Für einen Bauern ist es eine Ehre wenn sein Rind, die Kranzkuh sein darf. Dieses Rind bekommt einen geflochtenen Kranz, der einer Krone gleicht,  aus Bergblumen, Alpenrosen, Silberdisteln und Latschenzweigen auf den Kopf gebunden. Meist ist auf dem Kranz noch ein kleines Kreuz, das um den Schutz des Himmels fleht und ein kleiner Spiegel zur Abwehr böser Geister. Die Kranzkuh führt dann die Herde an.

Durch den Klang der Zugschellen hört man die Herden lange bevor man sie sieht. Sie werden von den Hirten zum Scheidplatz getrieben, wo die Rinder dann von ihren Besitzern in Empfang genommen werden. Auf dem Scheidplatz hat man dann immer noch die Möglichkeit sich eine Kranzkuh mal aus der Nähe anzusehen und tolle Fotos zu machen.

Danach wird gefeiert. Meist gibt es ein großes Festzelt mit Musik und einem Krämermarkt. Nach dem langen Marsch sind die Hirten durstig und freuen sich auf ihre erste Maß.

Jedes Jahr zieht es tausende von Besucher zu den Alpabtrieben im Allgäu. Die Viehscheid-Termine erstrecken sich vom 09.09. – 24.09.11.

Der Viehscheid am Samstag, den 10.09.11 in Bad Hindelang zählt immer zu einem der Ersten.
Die erste Herde wird gegen 08.30 Uhr eintreffen.

Natürlich sind wir vom Alpenhotel Oberjoch mit dabei und unsere Sportabteilung bietet eine geführte Wanderung zum Viehscheid an.

Habt ihr nicht Lust euch dieses Spektakel mal anzusehen? Dann nichts wie los zu uns ins Alpenhotel Oberjoch!

Viel Spaß wünscht Euch – Euer Murmel

 

23. August 2011

In Bad Hindelang wird gefeiert! Bezirksmusikfest 2011

Category: Allgäu - Natur - Wandern,Allgemein – Murmel – 10:34

Kommt Ihr auch und feiert mit uns?

Die Harmoniemusik Hindelang wird 175 Jahre und das wird mit einem großen Festprogramm vom 01.09. – 04.09.11 gefeiert.
Wir vom Alpenhotel Oberjoch freuen uns für die Musikkapelle und werden sicher auch mit feiern.

Seit 1863 gibt es in Hindelang nachweislich eine Musikkapelle. Der Name Harmoniemusik Hindelang entstand aber erst nachdem sich 1927 und 1934 die Musikkapellen Vorderhindelang und Hinterstein mit angeschlossen haben und es nur noch eine Musikkapelle gibt.

Bei dem Programm ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Los geht’s am 01.09.11 um 20.00 Uhr mit einem Stimmungswettbewerb im Festzelt am Scheidplatz (neben Schwimmbad) in Bad Hindelang.

Wer heizt das Publikum am meisten an?
Die Musikkapelle Thalkirchdorf, die Musikkapelle Petersthal oder der Musikverein Harmonie Pfronten?

Weiter geht’s am 02.09.11 um 20.00 Uhr mit der Coverband „Pull“
-  da rockt das Zelt.

Am 03.09.11 ab 20.00 Uhr spielt die Festkapelle Enneberg/Südtirol und dann ab ca. 21.00 Uhr übernehmen die „Innsbrucker Böhmische“.

Höhepunkt bildet dann Sonntag der 04.09.11!
Er beginnt mit einem Weckruf der Kapelle Enneberg/Südtirol um 07.00 Uhr, gefolgt von einem Festgottesdienst mit der Harmoniemusik Hindelang um 09.00 Uhr,
einem Konzert der Festkapelle um 10.30 Uhr am Rathaus und einem Gemeinschaftschor um 13.00 Uhr.
Den Abschluss bildet ein großer Festumzug um 14.00 Uhr mit zahlreichen Musikkapellen und Trachtenvereinen.

Es werden bestimmt aufregende Tage mit viel Spaß, Stimmung und Unterhaltung.
Also auf geht’s zum Bezirksmusikfest!

Übrigens vom Alpenhotel Oberjoch bis nach Bad Hindelang sind es nur 10 Minuten Fahrzeit.

Ich freue mich auf euren Besuch!

Euer Murmel

 

 

 

2. August 2011

Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen

Category: Allgäu - Natur - Wandern – Murmel – 13:01

Jeder von euch, der schon einmal in den Allgäuer Alpen unterwegs war weiß, wie schön vielfältig, einzigartig und ruhig dieses Fleckchen Erde dort noch ist. Auf einer Fläche von 20.724 ha soll all‘ das geschützt werden. Das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen ist eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands. Man findet dort eine Vielzahl an gefährdeten und schutzbedürftigen Pflanzen- und Tierarten. Edelweiss, und Enzian sind eine der vielen Plfanzenarten. Ich das Murmeltier gehöre ebenso dazu wie zahlreiche andere Tierarten wie z.B. der Steinadler, den ich euch genauer vorstellen möchte:

Heute lebt der mächtige, groß gebaute und kräftige Adler nur noch in den Alpen. Überall sonst wurde er in den vergangenen Jahrzehnten durch den Mensch aus seinem natürlichen Lebensraum verdrängt. Die Reviergröße eines Steinadlerpaares, das sich für ein Leben lang bindet – man spricht dabei von Einehe – beträgt etwa 35 -150 Quadratkilometer. Mit seiner atemberaubenden Spannweite ist er in der Lage Beutetiere bis zu 5 Kilo zu “tragen”.  Der „König der Lüfte“ (so wird er auch genannt) ist  75-88 cm groß. Seine Flügel haben eine Spannweite von 204-220 cm und er wiegt 3-7 kg .

Er benötigt weite, abwechslungsreiche Wald- und Berglandschaften, sowie sie bei uns im Allgäu vorkommen. Auf seinem Speiseplan stehen Säugetiere wie Murmeltiere, Reh- u. Hirschkitze bis zur Hirschkalbgröße, Vögel aller Art bis Auerhahngröße und auch Aas von wesentlich größeren Tieren. Der Steinadler wird gerne auf Wappen verwendet, aufgrund seiner Kampfkraft, seines kühnen Blickes und der damit verbundenen Stärke. Der Steinadler steht auf der Roten Liste der „stark gefährdeten“ Tiere.

Lasst uns die Steinadler beobachten:  Mit der kostenfreien Gästekarte Bad Hindelang PLUS haben unsere Gäste nicht nur freie Fahrt mit Bergbahnen und Bussen, selbst das Giebelhaus im Naturschutzgebiet ist GRATIS erreichbar. Sie gilt als Fahrkarte im Busnetz im südlichen Oberallgäu, im Gästebus Tannheimer Tal und im Bus zum Giebelhaus sowie für die Iselerbahn Oberjoch und die Hornbahn Bad Hindelang.  Zudem ist mit der Bad Hindelang PLUS Card der Eintritt zu zahlreichen Freizeiteinrichtungen in dem Kurort kostenlos.

Wisst ihr was? Wenn ihr ganz Aufmerksam seid, und ein bisschen Glück habt, dann könnt ihr vom Alpenhotel Oberjoch  aus beobachten, wie der König der Lüfte seine Kreise zieht!

Viel Spaß!

Euer Murmel

   

19. Juli 2011

Heu – nicht mehr nur ein Futtermittel

Category: Allgäu - Natur - Wandern,Wellness – Murmel – 12:12

Den Duft von frisch gemähtem Gras kennt ihr bestimmt alle, aber kennt ihr auch den Duft von frischem Heu? Dann kommt doch Mal im Alpenhotel Oberjoch vorbei, da könnt ihr bei einem entspannenden  Heublumenbad den Duft des Heus riechen.

In den Sommermonaten Juli und August habt ihr vielleicht mal Glück und könnt  bei einem Bauern auf den Wiesen zusehen wie er Heu erntet oder besser gesagt „hoibet“ (so nennen es die Einheimischen hier).

Früher war das ganz schön viel Arbeit, die Wiesen mussten mit der Sense von Hand gemäht werden und das Gras dann immer wieder mit der Gabel gewendet werden, damit es auch richtig schön dürr und trocken wird. Abends wurde es dann auf sogenannte „Heinzen“ oder „Huinze“, das sind spezielle Holzgestelle, aufgehängt und in der Früh dann wieder auf der Wiese verteilt. Somit wurde verhindert, dass die Feuchtigkeit der Nacht zu sehr ins Gras kriecht. Erst wenn das Gras richtig trocken war, wurde es von Hand auf einen Wagen aufgeladen und mit Hilfe von Pferden in die Tennen gebracht.

Heute ist das alles etwas einfacher. Die Wiesen werden mit Traktoren und großen Mähwerken gemäht und dann wird das Gras mehrmals täglich mit Kreislern gewendet. Wenn das Heu schön trocken ist, wird es dann mit einem Schwader (ein Gerät das das Heu zu großen Nudeln zusammenfasst) vorbereitet und dann mit einem Ladewagen automatisch aufgeladen. Danach geht’s auf den Bauernhof in die Tenne, oder auch Heustock genannt, wo es dann abgeladen und mit einem Heukran verteilt wird.

Wusstet ihr, dass das Heu längst nicht mehr nur als Futter für die Tiere verwendet wird?

Zum Beispiel kann man wunderbar im Heu spielen. Im Erlebnishof Krötz bei Bad Hindelang oder im Bergbauern Museum Diepolz kann man super im Heustock toben.

Auch der Kosmetik- und Wellnessbereich hat das Heu entdeckt. Da gibt es Heublumenbäder, Heuöle, Heupackungen und vieles anderes.

Im Allgäu gibt es auch bereits einige Köche, die die Heuküche für sich entdeckt haben. So gibt es zum Beispiel Heumarmelade, Heupralinen, Heuhonig, Heublütensorbet oder Heuschnaps.

Seid ihr neugierig geworden? Dann schaut doch einfach mal bei mir im Alpenhotel Oberjoch vorbei und entspannt in einem wohltuenden Heubad!

Euer Murmel

 

5. Juli 2011

Sommer, Sonne, Sonnenschein…da denkt doch jeder gleich an eine Erfrischung im kühlen Nass!

Category: Allgäu - Natur - Wandern – Murmel – 08:19

Bei uns in Oberjoch hast du eine ganz besondere Möglichkeit, dich an heißen Sommertagen abzukühlen.  Natur pur – komm mit mir vom Alpenhotel Oberjoch aus ins Moorbad.

Dieses befindet sich im 23 ha großen Kematsried-Moos, östlich von Oberjoch. Es handelt sich dabei um ein Hochmoor. Die Bezeichnung hat aber nichts mit der Lage im Gebirge  zu tun, sondern vielmehr wird diese auf die Entstehung zurückgeführt.

Doch was ist eigentlich Moor?
Beim Moor spricht man grundsätzlich von nassen Lebensräumen. Der ständige Wasserüberschuss, welcher aus Niederschlag oder Bodenwasser entstehen kann, führt zu einem Sauerstoffmangel.  Durch diesen Mangel werden pflanzliche Reste nicht vollständig abgebaut. Daraus wird dann Torf, welches sich ablagert. Torf kann unter anderem zu heilmedizinischen Zwecken verwendet werden. Auch hier im Alpenhotel Oberjoch  gibt es eine Wellnessanwendung, bei welcher man die besonders günstigen, thermischen Eigenschaften des Naturmoors zu spüren bekommt.

Moor wirkt rückfettend, hat eine hautpflegende Wirkung und spendet angenehme Feuchtigkeit. Aufgrund seiner Natürlichkeit wird es besonders von Allergikern sehr geschätzt. Aber noch wichtiger ist den meisten Menschen die schmerzlindernde und entkrampfende Wirkung des Moores. So wird Moor auch in der Kälte- und Wärmetherapie eingesetzt. Anwendung findet es zum Beispiel bei Verspannungen, Ischias-Problemen, Rückenschmerzen, Magen- und Nierenbeschwerden, rheumatischen Erkrankungen, Quetschungen und vielem mehr. Moor kann Linderung bei vielen akuten und chronischen Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates bringen.  Wer einmal ein Moorbad genossen hat, ist von der herrlich wohltuenden Wirkung überzeugt, da das Moor tief ins Gewebe eindringt und somit Verspannungen und Unwohlsein beseitigt.

Man kann beim Moorbad Oberjoch von einer Attraktion Oberjochs sprechen. Bei Badewetter hat das Moorbad von 09.00 – 19.00 Uhr geöffnet, mit  Bad Hindelang PLUS ist der Eintritt  GRATIS.

Murmels Wellness-Tipp für zu Hause:
In ausgewählten Geschäften, gibt es das Moorbad  für die eigene Badewanne zu Hause.
Überzeuge dich von der wohltuenden Wirkung, und nimm ein kleines Stück Urlaub in Oberjoch mit nach Hause!

Viel Spaß!

Euer Murmel

 

21. Juni 2011

Der Alpsommer im Allgäu beginnt

Category: Allgäu - Natur - Wandern – Murmel – 12:21

Habt ihr schon einmal vom Viehauftrieb gehört?

So nennt man die Zeit, in welcher zu Sommerbeginn, sowohl das Vieh, als auch die Besitzer der Alpen einen langen Weg auf sich nehmen, um die Alpen zu beziehen. Einen festen Termin für den Viehauftrieb gibt es nicht. Es kommt ganz darauf an wie das Wetter und vor allem die Schneelage ist.

Nun ist es endlich soweit, seit ein paar Tagen  kann man das Allgäuer Braunvieh wieder auf den Alpen treffen. Der Klang der Glocken, die hier bei uns im Allgäu „Schellen“ genannt werden, begleitet euch während der Bergtour.

Für die Vierbeiner dauert der Bergsommer im Schnitt 100 Tage und die Tiere fressen sich täglich mit gutem, kraftvollem Futter satt. Dass die Bergwiesen und Bergkräuter das Vieh stärken und widerstandsfähig machen, kann man ihnen am Ende des Sommers wirklich ansehen.

Aber so romantisch wie das Leben auf Alpen oft scheint ist es meist nicht, für Hirten und Senn bedeutet ein Bergsommer harte Arbeit. Die anvertrauten Tiere sollen gesund und kräftig dem Eigentümer zurückgegeben werden. Neben der Verantwortung der Herde werden Butter, Käse und Rohmilchprodukte in aufwändiger Handarbeit hergestellt. Die meisten Hütten im Allgäu sind bewirtet  ihr könnt beispielsweise Käsebrot und Buttermilch direkt vom Erzeuger genießen. Die Arbeitstage sind lang, es gibt täglich aufs Neue, alle Hände voll zu tun, bis alle – Mensch und Tier, versorgt sind. Dass wir uns hier in wohl einer der schönsten Gegenden im Alpenraum befinden, dürfte  die jährliche Motivation der Hirten sein das harte Leben auf der Alpe auf sich zu nehmen.

Für den Landschaftsschutz sind die Alpen sehr wichtig. Bergwiesen werden bewirtschaftet und Wälder gepflegt. Nicht nur für das Auge des Wanderers eine Wohltat, sondern beispielsweise auch für die Erosions- und Lawinengefahr in den Bergtälern nicht weg zu denken.

Im Herbst wird das Vieh wieder dem Besitzer übergeben. Der Alpalptrieb – wir sagen „Viehscheid“ dazu, ist für Hirte und Bauern, aber auch für die Einheimischen und Gäste ein ganz besonderer Festtag. Groß und Klein freuen sich alle Jahr wieder darauf, wenn das Vieh nach alter Tradition wieder ins Tal heimkehrt um dort den Winter zu verbringen.

 

Wollt ihr dabei sein, wenn das Vieh zurück ins Tal kehrt?

Am 10.09.2011 ist es soweit, ab 08:30 Uhr könnt ihr diesen Brauch beobachten. Natürlich gibt es vom „Alpenhotel Oberjoch“ geführte Touren nach Bad Hindelang, um dieses Spektakel zu verfolgen. Das kostenloste Sport- und Fitnessprogramm des Hotels ist sowieso recht abwechslungsreich.

 

Ich freue mich schon auf Euren Besuch!

Euer Murmel